Zur Premiere der neuen Vortragsreihe "Jülich Lectures" spricht Stephen S. Pawlowski, Senior Fellow and General Manager, Datacenter and Connected Systems Pathfinding, Intel, heute im Forschungszentrum Jülich über die großen technologischen Herausforderungen und langfristigen Strategien zur Entwicklung von Superrechnern der nächsten Generation.
Mit den "Jülich Lectures" bietet das Forschungszentrum Jülich ein neues öffentliches Vortragsformat an, das auch demnächst auf iTunes University erscheint. Die Vorträge sind allgemeinverständlich gehalten und beleuchten die Hintergründe von wichtigen Jülicher Forschungsthemen. Zum Auftakt spricht der Gastredner Stephen S. Pawlowski in einem englischsprachigen Vortrag über die großen Herausforderungen, die zum Erreichen von Exascale bewältigt werden müssen - beim Aufbau von ganzen Rechnerverbünden bis hin zur Konstruktion einzelner Schaltkreise.
Die schnellsten heutigen Superrechner zählen mit rund einer Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde zu den Petascale-Systemen. Doch Entwickler und Wissenschaftler aus Höchstleistungsrechenzentren und Industrie planen bereits den Weg zu Exascale-Systemen, rund tausendmal schneller als heutige Supercomputer. Um eine solche Leistung zu erreichen, müssen unter anderem viele Millionen Prozessorkerne synchronisiert und neue Speichertechnologien entwickelt werden. Die Verlässlichkeit der Komponenten muss garantiert sein und eine ganz entscheidende Rolle spielt auch die Verringerung des Energieverbrauchs.
Stephen S. Pawlowski ist unter anderem mit zuständig für Intels langfristige Strategieplanung und nimmt in Jülich an einem zweitägigen Workshop von Intels europäischen Exascale-Labors teil, in denen das Unternehmen mit Forschungseinrichtungen in Paris, Jülich, Leuven und Barcelona Voraussetzungen für zukünftige Exascale-Systeme schafft. Intel arbeitet seit 2010 eng mit dem Forschungszentrum Jülich und der Firma ParTec in dem in Jülich angesiedelten Exacluster Laboratory zusammen, um neuartige Systemarchitekturen und Softwarewerkzeuge für Exascale-Rechner zu entwickeln.
Quelle: FZ Jülich