Zur Presseveröffentlichung "Liberale sehen die Wiederbelebung als zu teuer an" im Kölner Stadtanzeiger vom 15. Februar erklärt der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Uwe Schmitz:
"Mit Verwunderung habe ich die Ausführungen zur Reaktivierung der Bördebahn zur Kenntnis genommen. Die SPD sieht die Reaktivierung der Bahnstrecke Euskirchen-Düren nach wie vor als unverzichtbares Zukunftsprojekt für die Gewährleistung der Mobilität in der Großregion Bonn-Köln-Aachen."
Die vom Kreis vorgelegte unabhängige Verkehrsuntersuchung macht klar, dass ein abschätzbares und vertretbares Finanzvolumen von allen Beteiligten aufgebracht werden muss, um einen zukunftsfähigen Status Quo herzustellen. "Das Fazit des Gutachtens bestätigt, dass die Bemühungen der Kreistagsfraktionen von SPD, CDU und Grünen richtig sind. Eine nachhaltige Sicherstellung der Mobilität erfordert Investitionen, die sich für die Bürgerinnen und Bürger in vollem Umfang auszahlen werden", so Uwe Schmitz.
"Die FDP stellt Zahlen in den Raum, die aus dem Zusammenhang gerissen sachlich falsche Schlüsse zulassen. So sind die 19 Mio. EUR Investitionskosten im schlechtesten Fall zu erbringen, aber niemals alleine vom Kreis Euskirchen und schon gar nicht von den Anrainerkommunen. Eine Reaktivierung der Schienenstrecke für den regelmäßigen Verkehr wird über den Verkehrsplan des Landes umgesetzt und so tragen der Zweckverband NVR und das Land NRW die Hauptlast für diese Reaktivierung und nicht, wie dargestellt, die Anrainerkommunen. Dies wird von der FDP falsch dargestellt und macht den Kommunen völlig unnötig Angst", ergänzt Schmitz
Falsch ist ebenfalls, dass die Betriebskosten von 1,5 Mio. EUR die Haushalte der Kommunen belasten werden. Das finanzielle Risiko trägt der Zweckverband NVR, welcher die Verkehre auf der Strecke bestellt. Lediglich die Erhaltungsmaßnahmen der Bahnhöfe und Bahnhofsumfelder sind von den Kommunen zu schultern, werden aber vom Land mit großzügigen Förderungen von bis zu 95% unterstützt.
Nach Meinung der SPD-Fraktion ist der nachhaltige Nutzen und Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger der Regionen Bonn, Euskirchen und Aachen so hoch, dass eine Reaktivierung auch mit den zu erwartenden geringen Eigenanteilen der Kommunen zu befürworten ist.
Überhaupt nicht nachvollziehbar für die SPD, ist die Aussage des FDP-Kreisvorsitzenden Herbrand, dass der aktuelle Verkehrs-Standard nicht ansatzweise verbessert würde. Eine Verkürzung der Fahrtzeit Düren-Euskirchen von 60 auf unter 30 Min. ist aus Sicht der SPD eine deutliche Anhebung des Standards und führt zu einer überdurchschnittlich hohen Steigerung der Attraktivität im Vergleich zu den Buslinien.
"Die in den letzten Monaten durch SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und die Interessensverbände vorangetriebenen Anstrengungen zur Reaktivierung, sind eine einmalige Chance für die Kreise Euskirchen und Düren. Diese muss jetzt genutzt werden und ein sachlich falsches Störfeuer von Seiten der FDP ist mit Sicherheit kein positives Zeichen für die Bürgerinnen und Bürger in der Region. Verwundern tut dies allerdings nicht mehr, denn das Abstimmungsverhalten der FDP in den letzten Jahren im Kreistag zeigt deutlich, dass es ihr keinesfalls um die Weiterentwicklung des Kreises Euskirchen geht", erklärt Uwe Schmitz abschließend.